ubuntuusers.de auf dem Handy

Angeregt durch diesen Beitrag wollte ich nochmal darauf hinweisen, dass es eine neue mobile Version von Inyoka, der Software hinter ubuntuusers.de, gibt.

Dies ist die vorherige Version

Dies ist die vorherige Version

Diese war in der „alten“ Version noch nicht wirklich berauschend und sollte sicherlich auch eher als „Proof-of-concept“ verstanden werden.

Umso schöner ist dafür die neue Version geworden. Diese beinhaltet in der linken oberen Ecke ein Menü mit dem man einfach zu den entsprechenden Stellen der Seite springen kann.

...und die neue...

…und die neue…

Auch an anderen Stellen wurden Optimierungen vorgenommen. Buttons zum Antworten und weiterblättern in Forumthreads sind nun zum Beispiel in fingerfreundlicher Größe vorgesehen.

Im oben genannten Thread ging es darum ob es eine spezielle App gibt, oder geben soll. Ich persönlich sehe das bei ubuntuusers.de als nicht notwendig an.  Apps können direkt auf Funktionen des Smartphones zugreifen. Zum Beispiel die Position des Benutzers oder die Lage des Displays. Dies sind alles Funktionen die im Fall von ubuntuusers nicht benötigt würden und keinen Mehrwert schaffen.

Wer möchte kann sich ein Lesezeichen zur mobilen Version (mit dem Favicon) auf den Desktop legen.

Wollt ihr wieder zum alten Stil zurück wechseln, so müsst ihr den Link „Zur klassischen Version“ am unteren Rand der Seite anklicken. Oder hier direkt: Zur klassischen Version

Solltet ihr Bugs finden, so wäre es schön wenn Ihr ihn melden würdet (sofern nicht bereits gemeldet). Alle Informationen dazu findet man, wie immer, in unserem Wiki.  Danke.

Internetausdrucker: oder wie man OSM chic auf Papier bekommt

Digitale Daten sind an sich ja sehr praktisch, aber oft gibt es auch Situationen bei denen man einfach ein Stück Papier in der Hand halten möchte. Gerade Karten lassen sich mit mehreren Leuten besser auf einem A0 Ausdruck ansehen als wenn diese um ein 4” Smartphonedisplay herum stehen.

Deswegen möchte ich euch heute zwei meiner Lieblingsdienste vorstellen mit denen man dies kann.

Strassenpläne für alle

Darstellungs Hamburgs mit maposmatic

Darstellung der Innenstadt Hamburgs mit maposmatic

Das erste ist maposmatic.org. Dort kann man

einen Ort oder eine Gegend angeben und die

Seite rendert eine Raster- (png) oder Vektorgrafik (pdf, svg) daraus. Zusätzlich kann man die Darstellung wählen und eine Straßenlegende hinzufügen.

Gerade für Auslandsreisen oder längere Fahrradtouren ist dies sehr praktisch, da dort der Akku eines Gadgets geschont werden kann. Und in Barcelonas Innenstadt brauche ich keine Routingfunktion („nach dem Zebrastreifen links abbiegen. Sie haben das Ziel ‘Touristenfalle’ erreicht!”).

Toll wäre auch wenn mehr Gemeinden dies für ihre Infotafeln nutzen würden. Hier das Beispiel als PDF (1,5MB): maposmatic-Hamburg

Piraten, ahoy!

Hamburgs Innenstadt mit Wasserfarben „gemalt“

Hamburgs Innenstadt mit Wasserfarben „gemalt“

Die zweite Website ist stamen.com Dort kann man sich die bekannte Karte von Openstreetmap mit unterschiedlichen Render-Engines ansehen. Mein Liebling darunter ist „Watercolor“, also Wasserfarben/Tusche. Klar kann man dort keine Details mehr erkennen, aber gerade das finde ich daran so schön. Aus einem technischen „Spielzeug“ wird im weitesten Sinne Kunst.

Dadurch das Bezeichnungen, viele Details und anderes Schmuckwerk verschwinden, wirken zuvor bekannte Gegend völlig fremd. Schaut euch auch mal die unterschiedlichen Zoomstufen an. Dort kann man dann nach und nach immer mehr Details erkennen. Unter „choose mapstyle“ gibt es noch andere. Viele davon sind sehr interessant.

Auch hier lässt sich die Karte exportieren und ausdrucken. Ich finde sie an der Wand echt schön. Alternativ kann man sie sicherlich prima als Piratenschatzkarte für Kinder verwenden.  Kommt beim nächsten Geburtstag sicher gut an. ;-)

Aber wie bekommt man die auf Papier?

Da nicht jeder von uns einen A0-Plotter besitzt, ist es sehr praktisch die grossen Grafiken auf mehrere kleine Blätter zu verteilen. Dazu bietet sich das Tool posteRazor an. Dies zerschneidet das Bild und verteilt es auf mehrere einzelne Blätter inkl. Schnitt- und Klebemarkierungen.

 

Beide Projekte sind open source, freuen sich daher um Unterstützung. Sei es nun Code, Dokumentation oder perfides Geld. ;)

Heute schnitzen wir uns ‘ne Cloud

Cloud am praktischen Beispiel

Ich schätze dass mindestens 90% aller Leser die Cloud schon benutzen:

Um Mails schreiben zu können benötigt man einen Mail-Server. Dieser kümmert sich um das Senden/Empfangen von Mails. Das bedeutet, dass man einen Rechner braucht auf dem die Dienste laufen. Des Weiteren muss dieser permanent mit dem Internet verbunden sein um jederzeit Mails entgegen nehmen zu können. Gibt es Updates für das Betriebssystem oder für die Software so muss man sich selbst darum kümmern und das System pflegen.

Und genau das tun besagte 90% der Benutzer nicht. Es gibt zwar einige Leute die ihren eigenen Mailserver betreiben (und durch schlechte Konfiguration als Spam-Schleuder missbraucht werden), aber die bilden die Minderheit. Die meisten aber werden einen Webmailer benutzen. Dieser kümmert sich um den Betrieb der Software, Updates, die Hardware und vieles mehr. Anmelden, Mails lesen/schreiben und der ganze Rest der dahinter hängt ist nicht das Problem des Nutzers. Genau das bezeichnet einen Teil des Cloud Computings. Man benutzt nur die reine Software und hält selbst keine Infrastruktur/Software dafür bereit.

Problematik der Cloud

Dienste wie Google Music, Apples iCloud oder von Amazon sind derzeit stark im kommen und erweitern bisherige Cloud-Dienste wie z.B. Webmail. Sie bieten die Möglichkeit seine Daten dort hochzuladen und sie überall verfügbar zu haben. In Zeiten von (verhältnismäßig) günstigen mobilen Datentarifen und der immer weiter fortschreitenden Durchdringung des Lebens mit Smartphones ist dies grundsätzlich eine sehr praktische Sache. Immer wenn ich die Daten benötige sind sie verfügbar. Egal wo, egal wann. Um bei dem Vergleich mit dem Webmailer zu bleiben: ich benötige keinen Speicherplatz, da sich der Cloudanbieter darum kümmert.

Problematisch an dem Ganzen ist eine Sache: ich gebe Kopien meiner Daten (oder auch die Originale sofern ich ausschließlich dort ablege) einem Anbieter, bei dem ich nicht genau weiß was er damit macht. Schließlich machen die Firmen dies nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern aus monetären Beweggründen. Anstatt einer monatlichen Gebühr bezahlt man indirekt mit den Daten die man dort ablegt. Angepasste Werbung aufgrund des Inhalts ist nur eine Möglichkeit. Hausdurchsuchung um an Daten von „Feinden der rechtsstaatlichen Grundordnung” zu kommen? Wenn die Regime Regierungsseite freundlich mit der Aussage  “Lockerung des Datenschutzes für Internetdienstprovider”  Richtung $Cloudanbieter winkt, dann fließen die Daten ohne Wissen des Besitzers. Überspitzt, aber möglich.

ownCloud

Genau bei diesem Problem setzt ownCloud an. Die Leute hinter dem Projekt entwickeln eine Software mit der es möglich ist seine eigene Cloud zu bauen.

Die Software gibt es nun schon seit einiger Zeit und Version 2 erschien Anfang Oktober. Es gibt zwar noch ein paar Ecken und Kanten, aber generell kann man es zur täglichen Benutzung empfehlen.

Bisher unterstützt die Software die reine Dateiablage ähnlich Dropbox, Musikstreaming wie bei Google Music, Kontakte- und Kalenderapplikation und eine Bildergallerie. Dabei können die Dateien/Kalender/Kontakte es von verschiedenen Stellen hochgeladen und synchronisiert werden. Sei es die Webanwendung, eine App auf dem Smartphone oder direkt der Desktoprechner.

Gleich zu Anfang aber erst mal die negativen Punkte die damit einher gehen eine eigene Cloud zu betreiben. Entgegen des eigentlichen Gedankens muss man sich selbst um die Installation und Wartung kümmern, man braucht einen Server (oder eine lokale Maschine) der permanent im Internet hängt und man benötigt genügend Bandbreite im Upload damit das Ganze geschmeidig auf das mobile Gerät/einen anderen Rechner kommt. Dafür gewinnt man an Freiheit. Die Daten bleiben bei einem selbst, man weiß was mit ihnen geschieht und man macht sich unabhängig von Anbietern (die gerne auch mal Dienste wegen Unwirtschaftlichkeit abschalten). Außerdem kann eine Instanz von ownCloud von mehreren Leuten gleichzeitig genutzt werden, also muss nur einer diese Arbeiten erledigen und der Rest bezahlt ihn durch Kostenübernahme des Hostings.

Jeder erhält seine eigene Cloud in der nur seine eigenen Daten vorhanden sind.

Installation von ownCloud

Ich werde hier nicht detailliert auf die Installation eingehen. Ich bin ein fauler Mensch und verlinke mal auf eine gute Anleitung. ;-) Generell dürfte es auf fast jedem Rechner funktionieren. Dabei sollte man aber berücksichtigen, dass der Rechner 24/7 läuft und entsprechend auch Strom verbraucht (ein Pentium 4 ist hier also eine schlechte Wahl ;-) ). Ein Raspberry Pi (Details dazu im vorletzten Post hier im Blog) wäre aufgrund des günstigen Preises und des geringen Stromverbrauchs gerade prädestiniert dazu.

Raspberry Pi (dies ist eine Alpha Version und größer als das finale Design). Quelle: engl. Wikipedia Ersteller: Paul Downey, Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic Licence.

Direkt an den Router anschließen und eine externe Festplatte dran: et voila. Vorteil eines Homeservers ist der vergleichsweise günstige Plattenplatz. Hoster bieten meist wenig Speicherkapazität an, oder aber etwas mehr für einen hohen Preis.

Da die ISP die DSL-Verbindung alle 24 Stunden trennen (gerade um Homeserver zu erschweren) und ihr dadurch eine neue IP erhaltet, ist es eine gute Idee sich einen dynamischen DNS Eintrag bei dyndns, no-ip und co zu besorgen und so den Server immer unter dem gleichen Namen erreichen zu können.

Die Module

Nun werde ich die einzelnen Module von ownCloud erläutern.

Dateiablage

Dateien können direkt über die Weboberfläche hochgeladen, bestimmte Datentypen (Bilder, Musik und Textdateien – weitere Dateitypen sind in der Entwicklung) geöffnet und heruntergeladen werden. Dateien können für bestimmte Gruppen oder auch für User außerhalb der Cloud freigegeben werden. Nach einem Klick auf den entsprechenden Button wird ein kryptischer Link erzeugt mit dem der User in der Lage ist eine bestimmte Datei bzw. eine einzelne *.zip (bei mehreren Dateien die freigegeben werden) herunterzuladen. Also eine prima Sache wenn man bestimmte Dokumente an viele User weiter verteilen möchte.

Für die Dateifreigabe unterstützt ownCloud webdav. Dies ist ein offener Standard zur Bereitstellung von Daten. Möchte man nun die Dateien auch auf dem Desktop aus der Cloud heraus öffnen, so muss man nur webdav im Dateimanager einrichten. Sofern geschehen sind alle Dateien aus der Cloud sichtbar. Dort kann man sie mit allen installieren Anwendungen öffnen, bearbeiten etc. Löscht man eine Datei so wird sie in der Cloud gelöscht, erstellt man eine neue so erscheint sie auch in der Weboberfläche. Im Prinzip verhält es sich analog zu IMAP bei Mails. Leider gibt es noch keine Möglichkeit des Offline-Sync wie bei Dropbox. Die Daten werden nur übertragen wenn eine Internetverbindung besteht. Des Weiteren gibt es Pläne mehrere ownCloud Installationen untereinander zu syncen.

Für den Zugriff von unterwegs gibt auch viele Dritt-Anwendungen für Smartphones die webdav unterstützen.

Musikstreaming

Musik kann wie schon erwähnt direkt im Browser abgespielt werden. Einfache Playlists funktionieren auch. Interessant ist hier die Integration von Ampache. Ampache ist ein Streaming-Server auf PHP Basis. Damit ist es möglich seine Musik in eine Anwendung zu integrieren und sie darüber abspielen zu lassen. Eine Liste von unterstützen Anwendungen kann man auf der Projektseite von Ampache einsehen. Amarok und Banshee (mit Extension) unterstützen dies. Da man aber auch unterwegs seine Musik hören möchte gibt es auch Apps für Android und iOS. Sucht einfach nach „ampache“ im Android Market bzw. in Apples Appstore. Leider ist es mit diesen nicht möglich Musik auch in die eigene Cloud hochzuladen. Da muss man leider über den „webdav“-Weg gehen.

Kontakte und Kalender

Wie bei den anderen Modulen können auch Kalendereinträge und Kontakte im Browser bearbeitet werden. Um eine Anbindung an die Außenwelt zu erhalten verlässt sich ownCloud auf die Protokolle „caldav“ (Kalender) bzw. „carddav“ (Kontakte). Diese lassen sich in eure Desktop-PIM (Kontakt, Thunderbird, …) einbinden. Wie gewohnt können Einträge angelegt, bearbeitet und gelöscht werden und diese Daten erscheinen entsprechend in ownCloud. Kategorien und mehrere verschiedene Kalender werden ebenfalls unterstützt. Man könnte z.B. einen Vereinskalender anlegen, den speziellen caldav-Link an alle Vereinsmitglieder verteilen und schon können alle Termine einsehen und bearbeiten.

iOS und Android…ach, wozu viel schreiben: ja, es gibt Apps von Drittanbietern für die Synchronisation. ;-)

Administration

Als Admin der Cloud kann man neue Benutzer und Gruppen anlegen. Den Benutzern kann man „Quota“ zuweisen, also wie viel Speicherplatz sie benutzen dürfen. Gerade in Umgebungen in denen der Speicherplatz ein kritischer Faktor ist eine praktische Sache. Des Weiteren können bestimmte Module – es gibt noch einige mehr als hier beschrieben, aber der Post ist so schon viel zu lang geworden – ein- und ausgeschaltet werden.

Testen

Unter demo.owncloud.org gibt es eine fertige Installation mit der man nach Herzenslust rumspielen kann. Hat man Gefallen daran gefunden ist eine Installation schnell durchgeführt.

Verbesserungen an der Google Akonadi Ressource

Mal ein kurzes Statusupdate, da so viele durch Suchanfragen zu dem Thema „Akonadi und Google“ hier landen.

Einer der Entwickler von Akonadi, Dan Vratil, hat gerade über Verbesserungen an der Google Akonadi Ressource geschrieben. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für Multi-Accounts. Dies bedeutet dass man mit mehreren Google Accounts gleichzeitig arbeiten kann. Das ist schon mal ganz nett.

Viel schöner finde ich aber die Unterstützung von mehreren Kalendern. Bisher war dies nur über einen umständlichen Würg-Around möglich. Wer, so wie ich, mehrere Kalender zur besseren Ordnung unterhält kennt das Elend. Aber ein Ende ist nun abzusehen. Bei der Einrichtung des Kontos wird nun abgefragt welche Kalender man nutzen möchte. Einfach die gewünschten auswählen, OK klicken und fertig. Das Leben kann soooo einfach sein. ;) Des Weiteren wurden die Aufgaben in die Kalender Ressource integriert.

Bevor ihr euch aber zu früh freut: es ist noch nicht final. Dan versucht in der Weihnachtszeit das Ganze fertig zu hacken. Dürfte für das Ende Januar erscheinende KDE 4.8 leider zu spät sein. Für Fedora gibt es bereits einen Build-Service.

Einsatzmöglichkeiten für einen Raspberry Pi

Ich habe den Vormittag mal genutzt und den Artikel über den Raspberry Pi in der deutschen Wikipedia etwas erweitert (und mit der Wikipedia Syntax gekämpft). Von  3.850 Bytes in der vorherigen Revision auf 12.186 Bytes in der neuen. Kleinere Änderungen hatte ich vorher auch schon vorgenommen.

Was ist der Raspberry Pi:
Raspberry Pi (dies ist eine Alpha Version und größer als das finale Design). Quelle: engl. Wikipedia Ersteller:  Paul Downey, Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic Licence.

Aber was ist dieses Raspberry Pi überhaupt wird sich der Leser nun fragen. Letztlich ist es nur ein Computer. Dieser wird von der Raspberry Foundation entwickelt um Schülern und Studenten den Spaß an Computern (und am Programmieren) näher zu bringen. Alle anderen können das Gerät aber auch kaufen. Da Schulen und Unis ein knappes Budget haben, wird es für 18 (Version A) bzw. 26€  (Version B) verkauft. Der Verkauf soll Anfang Dezember starten.

Spezifikationen:

Von den Spezifikationen her ist es unglaublich  (und das alles auf der Grundfläche einer Kreditkarte):

Version A:

Broadcom SoC Chipsatz, 700Mhz ARM11 CPU, 128 MB RAM, 1 USB Port, Composite und HDMI  zur Bildausgabe, 3,5mm Klinkenstecker oder HDMI zur Tonausgabe, SD-Kartenslot zur dauerhaften Datenspeicherung, diverse Anschlussmöglichkeiten für Datenbusse (GPIO, SPI, I²C, UART), Leistungsaufnahme von 2,5 Watt (Stromversorgung über Micro USB oder 4 AA Baterien)

zusätzlich hat Version B noch folgende Goodies:

256 MB RAM, 2 USB Ports, 10/100 Mbit Ethernetanschluss, Leistungsaufnahme von 3,5 Watt

Leistung:

Zahlreiche Demos zeigen wie leistungsfähig der „Raspi“ ist.

Hier ein Beispiel.  Quake 3 mit Antialiasing in 1080p (die FPS waren laut Video schon höher):

Der Chipsatz bietet außerdem Unterstützung für OpenGL ES 2.0.  Dies ist interessant da  KWin, Mutter und Compiz dies fürs Compositing nutzen können. FullHD Video Wiedergabe (1080p30 H.264 high-profile) und Ausgabe über HDMI stellt auch kein Problem da.

Einsatzmöglichkeiten:

Durch den günstigen Preis und die geringe Leistungsaufnahme ist das Board eine ideale Bastelkiste. Ich habe mir schon diverse Einsatzmöglichkeiten überlegt:

  • Musik Streaming-Client (WLAN Stick und Lautsprecher würden benötigt)
  • Homeserver für diverse Kleinigkeiten (Filesharing, Drucker, …)
  • Dropbox-Alternative mittels Owncloud am eigenen Router (und externer Festplatte)
  • als ganz gewöhnlicher Desktop-PC (wobei man da sehen muss wie sehr sich der wenige Speicher bemerkbar macht)
  • HTPC (Die XBMC Leute arbeiten schon dran. Problem ist hier die fehlende Unterstützung von 5/7.1 Audiofeatures)
  • Digitaler Bilderrahmen (mit einem ausgemusterten Monitor)

Weitere Ideen aus den Kommenataren:

  • Eine komplette FreedomBox: http://freedomboxfoundation.org/
  • Ampelsteuerung für den Bogenstand
  • Diaspora Server
  • Homeserver für TVHeadend, Syslog/MySQL DropZone, VPN Gateway, XMPP und vieles mehr.
  • Erweiterung eines Roboters
  • Wetterstation mit autonomer Stromversorgung (Solar/Wind)
  • Car-Entertainment-System
  • PXE-Server mit allerlei Rettungs-Systemen, Backup-Images, Live-Systemen, Analyse Tools und und und
  • Hardwarebasis für ein Internetcafé in armen Ländern
  • Mobiler Download-Server der sich in offene WLANs einhängt (automatisch).
  • OSM Tracker mit GPS-Maus
  • Zugangspunkt für Picidae http://de.wikipedia.org/wiki/Picidae_(Website)
  • Schmales Linux mit mini GUI Webmin zur Administration ( http://webmin.com/)
  • SoGo als workgroup software- administriert mit Webmin (http://www.sogo.nu)
  • Datenspeicher über NAS

Habt ihr weitere Ideen? Dann schreibt sie in die Kommentare und ich werde später die Liste erweitern.

Rockbox – MP3-Player aufmotzen leicht gemacht

Einleitung

Ich besitze seit einigen Jahren einen MP3 Player der Firma Sansa/Sandisk. Um genauer zu sein ist es ein Clip. Kaufgrund damals war die geringe Größe, der von diversen Stellen gelobte Klang und dass es, ob der Größe, noch ein Display hat. Innovativ war das Display damals schon, da es eines mit OLED ist. Es hat eine Auflösung von 128×64 Pixel und die CPU in dem Teil werkelt mit 240Mhz. Man merkt schon, dass diese Geräte wirklich nur soviel Leistung mitbringen wie sie unbedingt brauchen. ;-)

Aus der englischen Wikipedia, erstellt von MarcelB612. Dieses Bild wurde unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license lizensiert


Was ist Rockbox?

Nun aber zum eigentlichen Thema: Es gibt um Rockbox. Dies ist ein alternatives Betriebssystem für tragbare Mediaplayer und steht unter der GPL. Den Entwicklern gefielen die Einschränken der Geräte nicht und entwickelten daher dieses OS mit dem es möglich ist das Gerät vielfältigst zu erweitern. Rockbox gibt es bereits für sehr viele Geräte, darunter auch ipods. Die bestehende Firmware wird dabei nicht angetastet und man hat jederzeit die Möglichkeit das Original zu starten. Im weitesten Sinne also „Dualboot“. :-) Es werden über 20 Audioformate unterstützt. Darunter auch ogg und flac.

Installation

Zunächst muss man auf der Website nachschauen ob das eigene Gerät unterstützt wird. Wird es dort gelistet kann der Spaß schon losgehen. Unter releases findet sich der Download des RockboxUtilitity. Dieses lädt man herunter, entpackt es, schließt seinen Player an und führt die dann Datei aus. Es erscheint eine grafische Oberfläche die darum bittet das Modell auszuwählen. Alternativ kann man es automatisch erkennen lassen. War dieser Schritt erfolgreich, so erblickt man nun die eigentliche Oberfläche des RockboxUtility.

Oberfläche des RockboxUtility

Für uns Anfänger ist die Option „komplette Installation“ die beste Wahl. Nach einem Klick darauf startet sie auch schon. Im Falle des Clip (wird bei anderen Player ähnlich sein) wird man nun aufgefordert den Pfad zur Firmwaredatei anzugeben. Dazu musste ich in diesem Thread im Sansa Forum diese Firmware herunterladen. Danach entpacken und man erhält eine .bin Datei die man in diesem Installationsschritt angibt.  Danach arbeitet der Installer noch kurze Zeit und meldet dann, dass die Installation abgeschlossen ist. Nun kann man das Gerät sicher entfernen. Nach einem beherzten Reboot lächelt einem schon das Rockbox Logo entgegen.

Funktionen

Rockbox bietet so unglaublich viele Optionen, dass man im ersten (und auch zweiten) Moment davon erschlagen wird. Deswegen werden ich auch nur ein paar erläutern. Das Menü ist generell bei allen Modellen gleich aufgebaut, unterscheidet sich nur im Design und in der Bedienung (je nach Anzahl und Art der Buttons die das Gerät hat):

  • Files
  • Database
  • Resume Playback
  • Settings
  • Recording
  • FM Radio
  • Playlists
  • Plugins
  • System
Files:

Dies ist ein vollwertiger Dateimanager. Damit kann man den Inhalt seines Gerätes durchsuchen und Dateien direkt öffnen. Des Weiteren neue Ordner erstellen, kopieren/einfügen etc. Es ist auch möglich darüber Bilder und Videos (sofern sie in mpeg2 Format vorliegen) zu öffnen. Auf meinem Gerät mit der enormen Auflösung von 128×64 Pixel und 2 Farben ist dies relativ sinnfrei, aber…we have the technology! ;-) Im Bild sieht man einen Ausschnitt aus dem Film Sintel:

Database:

Hier kann man seine Datenbank, die gefüllt ist mit Tags aus den Musikdateien, direkt durchsuchen. Sei es nun Künstler, Genre, das Erscheinungsjahr, oder oder oder. In diesem Punkt ist es Datenbank gestützten Desktopplayern wie Amarok sehr ähnlich und macht das Auffinden von bestimmter Musik wesentlich einfacher.

Resume Playback:

Hierüber gelangt man zum eigentlichen Abspielen von Musik.

Ich verwende ein sehr minimalistisches Design. Diese Ansicht kann durch diverse Themes (können über das RockboxUtility installiert werden) angepasst werden. Des Weiteren kann man die Settings (siehe unten) schnell anpassen.

Settings:

In diesem Menüpunkt verstecken sich alle (und es sind eine Menge) Einstellungen für Rockbox.Ich erwähne nur mal die (für mich) interessantesten. Jeder dieser Einträge hat diverse Rädchen an denen mal stellen kann. Solltet ihr Fragen haben ob es eine bestimmte Option gibt, dann stellt sie in den Kommentaren:

  • grafischer parametrische Equalizer der mehr bietet als nur Bass und Höhen anzupassen
  • Timestretching um die Geschwindkeit der Musik zu ändern (Gimmik)
  • Compressor und dem Klang etwas „knackiger” wirken zu lassen
  • Replaygain: sorgt dafür dass unterschiedliche Titel alle die gleichen Lautstärke haben
  • Last.fm Log: erzeugt aus den gehörten Titeln einen Log, der bei Last.fm importiert werden kann
  • Cuesheet-Unterstützung
  • Cross-Fading: um Titel langsam ein- bzw ausblenden zu lassen
  • Sprachunterstütung: liest Menüpunkte etc vor. Damit kann der Player auch blind bedient werden.
  • Themes
  • Coverflow
  • Aufnahme-Funktion: nimmt vom Mikrofon oder Radio in mp3, wavpack, aiff und PCM auf.
Recording:

Dies ist ein grafisches Aufnahmeprogramm das in diverse Formate aufnehmen kann. Es wird immer ein Echtzeitbild des Lautstärkepegels angezeigt um zu sehen ob die Aufnehme gelingt oder nicht. Neben dem Format kann auch die gewünschte Bitrate, Frequenz und die Anzahl der Kanäle gewählt werden. Auch gibt es Automatiken: beginne die Aufnahme wenn der Pegel über $db liegt und nehme dann für 20 Sekunden auf. Nur um einen zu nennen.

FM Radio:

Welch Überraschung: ein Radio. Sofern die passende Hardware verbaut ist, kann man mit dem mp3-Player Radio hören und auch aufnehmen.

Playlists:

Hiermit können Playlisten erzeugt, ansehen und gespeichert werden. Eher unspektakulär im Vergleich zum Rest. Aber tut seinen Job.

Plugins:

Da Rockbox alleine ja schon nicht genug kann ;-) gibt es die Möglichkeit Plugins zu installieren. Eine große Anzahl (67 Anwendungen um genau zu sein) sind in der vollständigen Installation bereits enthalten. Auch hier nur meine Highlights:

  • Diverse Spiele von pong, über minesweeper bis hin zu Doom. Ja, Doom rennt auf Rockbox.
  • Bei den Applikationen finde ich das „Stimmgerät“ sehr interessant. Es nimmt den Ton vom Mikrofon auf und gibt auf dem Display die Tonart aus. Sicherlich praktisch um Instrumente zu stimmen. Das Metronom dürfte ebenfalls für Musiker interessant sein.
System:

Dieses Menü ist etwas unscheinbar. Datum einstellen, Info über die verwendete Rockbox Version, Danksagungen. Nix wildes, außer: Zugang zum Debugmodus. In diesem kann man allerhand interessante Informationen über das Stück Hardware, dass man in Händen hält, erfahren.

Fazit:

Es erweitert einen langweiligen Player in ein vielseitiges Stück Hardware. Die Installation ist einfach, lässt sich auf 99% der Userwünsche konfigurieren und macht nichts kaputt. Und das alles auch noch gratis. Ich bin von dieser Software extrem begeistert (was man wahrscheinlich auch an der Länge dieses Blogposts erkennt).

Kunity

Eben kam mir die Idee in den Kopf ob man Unity mit Plasma nachbauen kann. Man nehme als Basis die Netbook Shell, füge einige Widgets hinzu und nach kurzer Zeit hat man schon etwas das grob wie Unity aussieht und sich in etwa auch so bedienen lässt. Nachbauen ist einfach, aber ein schlüssiges Konzept zu erdenken ist eine Aufgabe mit der man ewig zubringen kann. In Anbetracht der kurzen Zeit die ich hineingesteckt habe funktioniert schon ziemlich viel. Ein tolles Beispiel dafür wie flexibel Plasma doch ist.

Wildes Rumgefrickel mit Plasma

Wildes Rumgefrickel mit Plasma

Einige Kleinigkeiten fehlen noch (z.B. ein besseres Dock als Smooth Tasks). Mal schauen was sich da noch so findet.

Edit: meine Version stinkt, schaut euch lieber das hier an. Wurde auf dem UDS wohl gebaut.