Internetausdrucker: oder wie man OSM chic auf Papier bekommt

Digitale Daten sind an sich ja sehr praktisch, aber oft gibt es auch Situationen bei denen man einfach ein Stück Papier in der Hand halten möchte. Gerade Karten lassen sich mit mehreren Leuten besser auf einem A0 Ausdruck ansehen als wenn diese um ein 4” Smartphonedisplay herum stehen.

Deswegen möchte ich euch heute zwei meiner Lieblingsdienste vorstellen mit denen man dies kann.

Strassenpläne für alle

Darstellungs Hamburgs mit maposmatic

Darstellung der Innenstadt Hamburgs mit maposmatic

Das erste ist maposmatic.org. Dort kann man

einen Ort oder eine Gegend angeben und die

Seite rendert eine Raster- (png) oder Vektorgrafik (pdf, svg) daraus. Zusätzlich kann man die Darstellung wählen und eine Straßenlegende hinzufügen.

Gerade für Auslandsreisen oder längere Fahrradtouren ist dies sehr praktisch, da dort der Akku eines Gadgets geschont werden kann. Und in Barcelonas Innenstadt brauche ich keine Routingfunktion („nach dem Zebrastreifen links abbiegen. Sie haben das Ziel ‘Touristenfalle’ erreicht!”).

Toll wäre auch wenn mehr Gemeinden dies für ihre Infotafeln nutzen würden. Hier das Beispiel als PDF (1,5MB): maposmatic-Hamburg

Piraten, ahoy!

Hamburgs Innenstadt mit Wasserfarben „gemalt“

Hamburgs Innenstadt mit Wasserfarben „gemalt“

Die zweite Website ist stamen.com Dort kann man sich die bekannte Karte von Openstreetmap mit unterschiedlichen Render-Engines ansehen. Mein Liebling darunter ist „Watercolor“, also Wasserfarben/Tusche. Klar kann man dort keine Details mehr erkennen, aber gerade das finde ich daran so schön. Aus einem technischen „Spielzeug“ wird im weitesten Sinne Kunst.

Dadurch das Bezeichnungen, viele Details und anderes Schmuckwerk verschwinden, wirken zuvor bekannte Gegend völlig fremd. Schaut euch auch mal die unterschiedlichen Zoomstufen an. Dort kann man dann nach und nach immer mehr Details erkennen. Unter „choose mapstyle“ gibt es noch andere. Viele davon sind sehr interessant.

Auch hier lässt sich die Karte exportieren und ausdrucken. Ich finde sie an der Wand echt schön. Alternativ kann man sie sicherlich prima als Piratenschatzkarte für Kinder verwenden.  Kommt beim nächsten Geburtstag sicher gut an. ;-)

Aber wie bekommt man die auf Papier?

Da nicht jeder von uns einen A0-Plotter besitzt, ist es sehr praktisch die grossen Grafiken auf mehrere kleine Blätter zu verteilen. Dazu bietet sich das Tool posteRazor an. Dies zerschneidet das Bild und verteilt es auf mehrere einzelne Blätter inkl. Schnitt- und Klebemarkierungen.

 

Beide Projekte sind open source, freuen sich daher um Unterstützung. Sei es nun Code, Dokumentation oder perfides Geld. ;)

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8 Gedanken zu „Internetausdrucker: oder wie man OSM chic auf Papier bekommt

  1. Hey, toller Post. Werde ich bestimmt das ein oder andere mal gebrauchen können ;-)
    Der Post hätte bestimmt auch gut in die neue Ausgabe vom freien Magazin gepasst. Das du das einfach so hinzauberst ist schon erstaunlich! Weiter so. Dieser Blog kommt garantiert auf meine Favorietenliste

  2. Haha, echt klasse! Die zweite Webseite kannte ich noch gar nicht. Der Modus “Toner” erinnert mich irgendwie an Atari Zeiten ^^ *in Erinnerungen schwelg*

  3. Pingback: misc | Annotary

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