KDE 4.6 wurde von Golem getestet

Mittlerweile sollten die meisten von euch mitbekommen haben, dass KDE 4.6 veröffentlicht wurde. Auch mein geliebtes News-Portal Golem hat davon Wind bekommen.

Golem bestimmt meiner Meinung nach nicht durch erstklassigen Journalismus bzw. gut recherchierten Artikeln, aber der Artikel über KDE konterkariert ihren Anspruch  „IT-News für Profis” liefern zu wollen auf komische Art und Weise. Hier ein paar Punkte aus dem Artikel:

“Im Vordergrund steht der Compositing Manager, der zwar inzwischen mit zahlreichen Effekten aufwartet, beim Bildaufbau aber bisweilen langsam wirkt und zumindest auf Rechnern mit schwacher CPU und Grafikkarte den Benutzer dazu zwingt, auf den Augenschmaus zu verzichten.“

KDE und besonders KWin sind mittlerweile nicht dafür gemacht auf jedem Wald-und-Wiesen-PC zu funktionieren. Dafür sind einfach zu viele Techniken implementiert die Leistung brauchen. Und auch auf einer alten Geforce 4200 funktioniert das System gut. Diese Karte ist ca 5 Jahre alt. Benutzer mit älteren Rechnern würde ich zu LXDE raten. Ich weiß nicht mit welcher Hardware dort getestet wurde. Wäre schön gewesen wenn der Autor seine Konfiguration genannt hätte.

„Der Dateimanager Dolphin wurde mit einer lang ersehnten Funktion ausgestattet: der Spaltenansicht, die den Inhalt mehrerer Ordner einer Verzeichnishierarchie anzeigt.“

Diese Funktion ist dem Autor wohl seit der Version 4.0, mit der sie das erste Mal Einzug in KDE hielt, entgangen. :) Die Spalten wurden in 4.6 überarbeitet, aber die Funktion gibt es nun seit ca 3 Jahren.

„Dateien können von Dolphin auch ohne laufenden Nepomuk-Server inhaltlich durchsucht werden. Allerdings muss Nepomuk zuvor die Daten indiziert haben.“

Auch das ist leider falsch. Wird ein Begriff in die Suchleiste eingegeben, so erkennt das System ob der Ordner von Nepomuk indexiert wurde, oder nicht. Wurde er es, wird über Nepomuk gesucht. Wurde er es nicht, so wird „wie früher“ mittels KFind bzw richtiger kio_filenamesearch gesucht. Befindet man sich in einem solche nicht indexierten Ordner, so sind auch die Filter in der Seitenleiste nicht verfügbar.

 

Edit: Ich weiß nicht ob es an der Mail an die Golem Redaktion liegt, aber ist auch egal. Der Teil mit der Spaltenansicht in Dolphin wurde überarbeitet und korrigiert. Prima. :)

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18 Gedanken zu „KDE 4.6 wurde von Golem getestet

  1. Tja wenn ich richtige IT News lesen will schau ich lieber in einen passenden Blog. Kommentare haben meist mehr Niveau und die Inhalte selbst gehen mehr ins Detail.

    • Ich auch, aber dennoch schaue ich bei Heise und co drüber was in der Welt so los ist. Und von denen kann man erwarten, dass sie ihren Job vernünftiger machen.

  2. Pingback: Tweets that mention KDE 4.6 wurde von Golem getestet « serenity's blog -- Topsy.com

  3. „Trotz Optimierungen, proprietärer Nvidia-Treiber und schneller Grafikkarte wirkte der Bildschirmaufbau im Test oft träge“

    Kann ich auch nicht nachvollziehen. Kommt sogar 2 mal im Artikel vor. Ich tippe auf einem Test mit Live-CD (nicht einmal dann).

    Dolphin:

    „Die unzähligen Optionen im Dateimanager Dolphin könnten den Anwender verwirren“

    Warum ich ua. KDE bevorzuge und die meisten anderen wohl auch. So kann ich selbst entscheiden, was ich brauche.

    Ich würde mich freuen, wenn die Vorurteile gegenüber KDE nachlassen würden, vor allem, da es auch andere Oberflächen gibt und sie alle für verschiedene Anwender und Situationen/Erwartungen gerecht werden.

    Ich würde auch nie behaupten „LXDE wirkt in seinem sparsamen Aufbau gegenüber den Bedürfnissen heutigen Benutzer nicht mehr zeitgemäß“

    http://www.golem.de/1101/80978-2.html

    Überschrift:

    „Delfine mit semantischer Suche“

    Wenn schon, dann in Singular, wobei es ein Eigenname ist.

    Liebe Grüsse!

  4. Hmm… ja der Artikel war mal wieder fast vollkommen für die Tonne.
    Das mit Dolphin ist kompletter humbuck, da war ja nix korrekt. Auch das mit den Einstellungsmöglichkeiten ist Blödsinn. Ein wenig mehr als der Gnome-Nautilus, dafür dann aber auch userfreundlich wie Dienste oder die Möglichkeit die verschiedenen Ansichten so zu konfigurieren wie man will zudem so ein Satz
    „Die unzähligen Optionen im Dateimanager Dolphin könnten den Anwender verwirren“
    will ich mal kontern mit „Golem Artikel verwirren Anwender und Entwickler zugleich“

  5. zur Spaltenansicht bemerkst Du:

    „Diese Funktion ist dem Autor wohl seit der Version 4.0, mit der sie das erste Mal Einzug in KDE hielt, entgangen. :) Die Spalten wurden in 4.6 überarbeitet, aber die Funktion gibt es nun seit ca 3 Jahren.“

    Und dieses Feature gab es schon – wenn ich mich nicht irre – in KDE 2 unter SuSE 6.nochwas , ganz sicher aber in KDE 3. Denn ich bin ein ehemaliger KDE’ler, der mit KDE 3.2 umgestiegen ist auf XFCE und genau dieses Feature von (damals Konqueror) bei Thunar vermisst.

    JO

  6. hm, so schlimm finde ich den test gar nicht. immerhin gab es auch detailinformationen, die man ansonsten eher seltener findet.

    „KDE und besonders KWin sind mittlerweile nicht dafür gemacht auf jedem Wald-und-Wiesen-PC zu funktionieren. Dafür sind einfach zu viele Techniken implementiert die Leistung brauchen. Und auch auf einer alten Geforce 4200 funktioniert das System gut. Diese Karte ist ca 5 Jahre alt. Benutzer mit älteren Rechnern würde ich zu LXDE raten. Ich weiß nicht mit welcher Hardware dort getestet wurde. Wäre schön gewesen wenn der Autor seine Konfiguration genannt hätte.“
    naja, nur weil es 5 jahre alte karten gibt, mit denen man kde flüssig nutzen gibt, heist es ja nicht, dass es nicht auch heutige rechner gibt, die alles andere als funktionieren. mir ist klar, dass das nicht unbedingt ein kde-„fehler“ ist. jedoch tauchen die probleme beim user auf. entweder durch langsambarkeit oder abstürze, …

    die einstellungs-diskussion kann man halt sehen wie man will, bzw. da gibt es halt einfach unterschiedliche einstellungen. ich kann beide seiten verstehen, leider hat es bis jetzt noch niemand geschafft beide seiten zuvereinen. schade.

    • Solange man nur mindestens nen Gigabyte Ram drin hat läuft KDE4 auch noch problemlos auf noch älteren Geräten. Habe hier einen 6 Jahre alten Dell Inspiron mit ner Intel GraKa (also shared memory) und genau dem einen Giga Ram + 1,6 Ghz Intel Pentium M. Läuft wie ne 1, und zwar ohne das ich was dran gedreht hätte.

      Ok, jetzt ist Dell natürlich immer schon mit der Hardware etwas Linuxfreundlicher gewesen, aber trotzdem. Leider hast du Recht wenn du sagst das es die Nutzer ausbaden müssen, KDE’s Fehler ist es aber nicht, aber genauso wird es auf Golem dargestellt.

  7. „Die unzähligen Optionen im Dateimanager Dolphin könnten den Anwender verwirren“

    IT-News für Profis halt.

    Ich nutze die Newsportale mittlerweile nur fürs reine Entertaiment (Trashkonsum, IT Gossip) und um sich mal einen kurzen Überblick zu verschaffen. Inhaltlich bieten mir diese schon längst keinen Mehrwert mehr und ich habe es auch aufgegeben dieses zu erwarten.

    Dannlieber entsprechende Blogs oder Twitter. User generierter Inhalt ist zwar nicht so blumig formuliert dafür bietet es inhaltliche Substanz. An dieser Stelle nochmals danke für solch gut geführte Blogs an alle die welche Betreiben.

  8. Also ich hab es mal heute Abend getestet. Auf einem Laptop mit Intel Dual Core CPU und GMA950 Grafik. KDE war der Meinung, die Effekte abschalten zu müssen. Und zwar gleich nach der Installation beim ersten Login

    • Gähn, das übliche Bashing eines Linux-Fanboys mit ein paar marginalen und teils nichtmal objektiven Fehlern. Gerade Blogs haben die Weisheit bekanntlich mit großen Löffeln gefressen und machen natürlich nie Fehler.

      • Gähn, das übliche Bashing eines Linux-Fanboys mit ein paar marginalen und teils nichtmal objektiven Fehlern. Gerade Blogs haben die Weisheit bekanntlich mit großen „Löffeln gefressen und machen natürlich nie Fehler.“

        Selbstironie?

        Nichts für Ungut!

      • Klar machen Blogs auch Fehler (nehme mich selbst auch gar nicht davon aus), aber diese haben a.) nicht den Anspruch ‚IT News für Profis‘ bieten zu wollen und b.) verdienen sie kein Geld damit.

  9. >KDE und besonders KWin sind mittlerweile nicht dafür gemacht auf jedem Wald-und-Wiesen-PC zu funktionieren.

    Klingt für mich durchaus so, als ob es öfter mal Hardware gibt, auf der KDE4 wie im Golem test lahm ist. Auch ich scheine da einen Wald-und-Wiesen-PC zu besitzen, und werde mir nicht extra für KDE4 einen neuen kaufen, solange Gnome darauf rasend schnell und flüssig läuft. Vieleicht sollte man nicht aus der Tasache, das KDE auf dem eigenen Rechner gut läuft, gleich schließen das es überall so sei. Ich fand den Golem Bericht nicht schlecht, nicht grade ein IT-Profi Test, aber ein ansprechender und ausführlicher User Bericht. Und von einem solchen kann man auch nicht erwahrten, das so lange getestet wird, bis man Hardware gefunden hat wo KDE4 perfekt drauf läuft und dann in Lobhudelei ausbricht.

  10. Ich finde diese Distributionsvorstellvideos ganz nett gemacht. Da kommt immer so Aufzug-Musik, jemand klickt sich durch die Standardprogramme und eine nette Stimme spricht die Features und Versionen an ohne groß zu werten. Wenn schon seichte Mainstream IT-News, dann bitte keine Fakten verdrehen.

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